Ein Aprilscherz erster Güte…

Gestern verkündete eines der größten deutschen Technikportale, netzwelt.de, die Umstellung von redaktioneller Berichterstattung auf User-Generated-Content.

netzwelt1.jpgDas Magazin reagiere damit auf die wiederholt geäußerten Vorwürfe, positive Produktdarstellungen auf dem Portal seien gekauft und entbehren damit jeglicher Objektivität. Durch die Authentizität persönlicher Erfahrungsberichte wolle das Magazin nun an Glaubwürdigkeit gewinnen und zugleich „völlig neue Wege“ nach dem Motto „Du bist netzwelt!“ begehen. So hieß es zumindest in einem Statement der Redaktion auf netzwelt.de.

Wunderlich oder abnorm schienen diese Neuigkeiten nicht, wäre Netzwelt nur eines von vielen Portalen gewesen, die auf der Web2.0-Welle mitreiten wollen. Einzig und allein das Honorar-System für die Autoren, bei dem ein Einkaufsgutschein von ganzen 10 Euro für 50 Titel-Stories winken sollte, sowie ein eher fragwürdiger Kommentar des Geschäftsführers über die Urteilskraft der Leserschaft (”Die meisten Menschen können doch selbst auf den dritten Blick nicht unterscheiden, ob es sich um einen ausführlich recherchierten Bericht oder um einen Aufsatz aus einer Schülerzeitung handelt.[…]“) ließen Zweifel an dem Wahrheitsgehalt dieser Nachricht. Vor ein paar Stunden dann die Auflösung: Alles ein Aprilscherz, netzwelt.de bleibt wie es ist. Angesichts des ganzen Hypes um Web2.0 ein wirklich gelungener, moderner wenn auch äußerst spitzer Aprilscherz… Danke Netzwelt, für diese kleine Erheiterung!

0 Antworten zu “Ein Aprilscherz erster Güte…”


  1. Keine Kommentare

Eine Antwort hinterlassen