Mit FriendFeed bringen vier ehemalige Softwaredesigner von Google einen Dienst ins Web, den man als eine Art Meta-SocialNetwork für SocialNetworker bezeichnen könnte: Der FeedReader ermöglicht es, alle Webaktivitäten von Freunden auf einer Seite gebündelt anzuzeigen und das Surfverhalten so genaustens zu beobachten und zu verfolgen.
So wird beispielsweise angezeigt, welche Songs welcher Freund gerade auf last.fm hört, welche Videos kürzlich von wem auf YouTube hochgeladen wurden, wer welche Bilder neu bei Flickr reingestellt hat und welche Aktualisierungen der Freund eben bei Facebook vorgenommen hat. FriendFeed, momentan noch in der Private Beta, unterstützt dabei insgesamt 23 Services und lässt sich neben der Integration auf iGoogle oder in gängige Feedreader auch in die eigene Website bzw. den eigenen Blog einbinden. Obwohl man sich für diesen Dienst registrieren und sich damit mit der Bespitzelung durch Freunde einverstanden erklären muss, wird auch hier ähnlich wie bei Google StreetView bereits erste Kritik an der Einschränkung der Privatsphäre laut. So kann man anscheinend auch einen Nicht-FriendFeed-User als „imaginären Freund“ hinzufügen und bis zu einem gewissen Punkt tracken, indem man einfach seinen Username des entsprechenden Dienstes angibt. Bei Facebook beispielsweise ist zwar die Voraussetzung für diese „unautorisierten“ Statusreporte, dass man mit der entsprechenden Person in Facebook befreundet ist; so oder so erfolgt dieses Tracking dennoch ohne direkte Einwilligung des Users. Bleibt gespannt abzuwarten, welche Diskussionen um die Public Privacy dem Startup FriendFeed noch folgen werden…

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