Seit dem Gründungsjahr 1998 hat netz98 vier Mediengestalter ausgebildet. Zwei weitere, darunter ich, absolvieren seit August letzten Jahres Ihre Berufsausbildung hier. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Ausbildung?
Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass der Ausbildungsberuf Mediengestalter ein sehr breites Feld an Aufgaben abdeckt: Ob es nun die Planung und Herstellung von Produkten im Print- oder Digitalmedienbereich ist, die Konzeption von Marketingmaßnahmen in allen Bereichen der Industrie oder aber auch die Beratung und Projektdurchführung für Kunden, der Mediengestalter ist ein Allround-Talent, der sich in vielen Bereichen der Medienproduktion zurechtfindet. Dementsprechend ist die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule vielschichtig und komplex: In unserem Falle haben wir mit der Produktion von Printmedien in der täglichen Praxis kaum zu tun, klar - wir produzieren bei netz98 fürs Web. In der Berufsschule dagegen werden wir sehr oft mit Theorie zur Herstellung von Printprodukten konfrontiert, was für die Praxis natürlich den Vorteil der Flexibilität bei der späteren Berufswahl mit sich bringt, oft jedoch ohne praktischen Anhaltspunkt ziemlich schwerfällt. Zum Glück ist das letzte Lehrjahr im fachbezogenen Teil zwischen Print- und Digitalmedien aufgeteilt, sodass dort auch “unsere” Theorie stärker abgedeckt wird.
Bevor man sich also für diese Ausbildung entscheidet, sollte man möglichst viele Informationen über Betriebe und Berufsschulen in der Umgebung sammeln sowie für sich selbst in etwa abstecken, wohin man in dieser breit gefächerten Ausbildung will. In einer Allround-Agentur beispielsweise lerne ich naturgemäß von allen Bereichen mehr kennen als in einer reinen Online-Agentur, in der ich dafür aber eine stärkere Spezialisierung und damit später unter Umständen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erreiche. Dazu kommt die Festlegung auf eine der angebotenen Fachrichtungen.
Bei netz98 ist die Ausbildung von vornherein nicht exakt auf die Lernfelder (PDF) des Ausbildungsberufs festgelegt. Vielmehr bietet sich die Chance, sich seinen Vorlieben und Talenten entsprechend einzubringen. So absolviere ich z. B. meine Ausbildung größtenteils in der Frontend-Entwicklung sowie in Teilen in der Programmierung, während mein Mit-Auszubildender sich lieber im kreativen Bereich des Screendesigns tummelt. Damit man auch Know-How in anderen Bereichen erlernt, gibt es regelmäßige Schulungen und Zeit zur selbstständigen Fortbildung. Dass man außerdem bei netz98 auch als Azubi in großen Projekten mitarbeiten und in kleineren sogar verantwortlich sein kann, hat nicht nur den Vorteil das Projektgeschäft und seine Tücken besser zu verstehen; so kommt man auch relativ früh in Kontakt mit dem Kunden, ein wichtiger Punkt dieses Ausbildungsberufs.
Um sich bei uns zu bewerben, sollte man sich in seinem Leben zumindest theorethisch mit dem Thema Internet und der Entwicklung von Websites auseinander gesetzt haben. Noch besser allerdings sind echte oder fiktive Arbeitsproben, mit denen man sein Können zeigen kann (nur Mut - Meister sind auch bei uns noch keine vom Himmel gefallen). Hat man mit diesen Bewerbungsunterlagen die erste Hürde überstanden, folgt ein Bewerbungsgespräch mit unserem verantwortlichen Ausbilder Manuel Seitner sowie ein Probearbeitstag, bei dem man ganz ungezwungen in unseren Alltag hineinschnuppern kann.
Also, nur Mut, wir freuen uns auf neue Talente!
Weitere Informationsquellen zur Ausbildung des Mediengestalters:
- ZFA Kassel
- Das Mediengestalter-Portal
- Der Mediengestalter im berufenet der Arbeitsagentur
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