Archiv für September, 2009

50 Minuten Emotionen, Leidenschaft, Kampf, Tränen und Schweiß!

Es sind meine härtesten 50 Minuten seit Wochen: Der frühe Rückschlag schon nach wenigen Minuten bringt mich in Schwitzen und macht mich noch nervöser. Wir haben noch nicht unseren Rhythmus gefunden und laufen planlos durcheinander. Laute Schreie versuchen für Ordnung zu sorgen: “Christiaaan … Lauraaaa!”

Nein, wir stehen nicht kurz vor einer Deadline oder einem Go-Live. Wir sind in der 4. Spielminute des E-Jugend-Spiels SG Mühltal gegen SC Hangen-Weisheim. Seit einigen Jahren unterstützen wir die Kids aus Hangen.Weisheim nicht nur mit Trikotsponsoring, sondern auch moralisch. Und jetzt das: 1:0 für den Gegner schon nach wenigen Minuten. Der Fußball-Platz wirkt unendlich groß für die 8-10 jährigen und der Wind tut sein Übriges.

Aber die Rufe des Trainers wirken: Über ein Dribbling von Luca kommen wir in die gegnerische Hälfte, Pass auf Maxi, direkte Flanke vor in den Strafraum und ….. Tooooooooor! 1:1! Ein Knäul von Kids wirft sich auf Lenard, den Torschützen, der Trainer hüpft vor Freude und glückliche Eltern liegen sich in den Armen. Das war wichtig. Der schnelle Ausgleich beruhigt meinen Pulsschlag etwas.

Aber nur für Sekunden. Falscher Einwurf unserer Mannschaft. Die neuen Regeln in der E-Jugend-Klasse sind nicht immer einfach umzusetzen: Beim Einwurf muss man stehen bleiben, nicht springen oder laufen. Auch der Eckball wird nicht mehr als “Kurze-Ecke” gespielt, sonden regulär. Ganz schön weit bis vor das Tor. Auch wird jetzt zweimal 25 Minuten gespielt. Doch unser Team ist fit: Die Vorbereitung lief nach den Sommerferien an und zeigt Wirkung. Wir sind jetzt, nach ca. 15 Minuten, die bessere Mannschaft. Einige Chancen ergeben sich, aber der Torhüter der SG Mühltal hat einen guten Tag erwischt.

Die Aufregung steigt daher wieder. Ich verständige mich mit einem zuschauenden Vater: “Spannender als Champions-League … sie müssen eigentlich gewinnen … viel, viel besser als letztes Jahr …” Unser Gespräch endet abrupt als ein Schuss unserer Mannschaft knapp am Tor vorbei rauscht. Halbzeit. Zeit zum Beruhigen, zum Durchatmen und zum Erholen. Die Kids gehen in die Kabine. Sie haben das Spielsystem des Trainers super umgesetzt und sich gute Chancen erarbeitet. Laura, das einzige Mädchen in der Mannschaft, spielt klasse in der Abwehr und überzeugt auch im Spiel nach vorne.

Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag: Maxi schießt unsere Mannschaft in Führung. Ein super Tor, 2:1! Doch jetzt passiert das, was in diesem Alter fast normal ist: Alle wollen jetzt ein Tor schießen. Die Ordnung geht total verloren, alles stürmt nach vorne. Wir erarbeiten uns dadurch gute Chancen, sind aber in der Abwehr sehr anfällig. Niklas, unser Torhüter verhindert bei mehreren guten Chancen den Ausgleichstreffer. Aber lange kann das so nicht gutgehen.

Ich bin nervlich angeschlagen. Auch der Trainer. Und die Eltern. Alle. “Abwehr, Abwehr!” hört man die Rufe weit über das Fußballfeld hinaus. Doch es hilft nichts: Nach einem Konter erzielt die gegnerische Mannschaft den Ausgleich. 2:2! Das kann doch nicht wahr sein. Was jetzt? Aufrappeln, weiter machen, motivieren: “Ihr schafft das noch!” Ein offener Schlagabtausch entwickelt sich. Ich muss nie wieder Bundesliga schauen und auch die WM war langweilig … aber das hier ist nicht zu übertreffen. Ein weiterer Angriff über links unserer Mannschaft..Flanke vor das Tor…abgefälschter Ball…Toooooooor! Der Ball ist im Tor, niemand weiß genau wie, aber egal: 3:2! Wir führen wieder!

Und jetzt diese Schlussminuten. Eine Mischung aus Bangen, Zittern, Hoffnung und Aufregung. Unser Torwart hält, die Abwehr hat sich wieder gefangen, das Mittelfeld und der Sturm halten den Ball. Aber wie lange noch? Warum pfeift die Schiedsrichterin nicht ab? Noch einmal Eckball. Und jetzt …. Aus! Aus! das Spiel ist Aus! Für Sekunden schießt mir der Kommentar von Herbert Zimmermann beim legendären WM Finale von 1954 durch den Kopf. Wir sind aber nicht Weltmeister, das hier ist viel besser: Unsere Jugendmannschaft hat gewonnen! Die Kids stürmen jubelnd über den Platz - was eine Freude! Herzlichen Glückwunsch an Maximilian, Sebastian, Dennis, Nico, Carsten, Laura, Niklas, John, Luca, Lenard und Christian!

Und hier die Jubelpose nach dem Spiel:

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Die Evolution des sichtbaren Bereichs

In den letzten Jahren haben sich die Bedienung und das Nutzungsverhalten im Internet grundlegend gewandelt. Dies betrifft natürlich auch die Bedeutung und den Umgang mit dem Thema „Der sichtbare Bereich“.
Dieser ist die Fläche, die ein Nutzer auf jeden Fall sieht, ohne dass er horizontal oder vertikal scrollen muss – zumindest in der Theorie. In der Praxis ist das ein wenig komplexer, da sich die Nutzer auf unterschiedlichen Endgeräten mit unterschiedlichen Monitorgrößen und Auflösungen im Internet bewegen. Hinzu kommt: Hat ein Nutzer besonders viele Symbolleisten integriert, verkleinert sich sein wirklicher sichtbarer Bereich weiter.

toolbars

Also handelt es sich bei dem „sichtbaren Bereich“ nur um einen durchschnittlichen Wert, was seine Bedeutung für die Entwicklung von Online-Angeboten seit den Anfangszeiten des Internets in keiner Weise schmälert. Mit Zunahme der Inhalte auf Online-Angeboten nahm auch diese Bedeutung weiter zu. Dabei war der Umgang mit diesem Thema stets gleich: Alle relevanten Inhalte und alle Zugänge zu den jeweiligen Inhalten stets möglichst direkt sichtbar zu platzieren. Seit dem Einzug von Personalisierung, Customization und Social Media existieren weitere strategische Ansätze in diesem Bereich. Weiterlesen von ‘Die Evolution des sichtbaren Bereichs’

Ein Abschied…

Nach knapp 2 Jahren ist heute mein letzter Tag bei netz98 und als damaliger Projektmanager für das Jung-und-Willig-Blog ist es natürlich Pflicht, ein letzten Beitrag hier zu veröffentlichen.

Lange Rede kurzer Sinn: Auf unserem internen Server liegen mindestens 300 (mehr oder weniger vorteilhafte) Bilder ab, die während der 2 Jahren auf diverse Events von mir gemacht worden sind. Zu jedem Bild gibt es natürlich auch eine individuelle Geschichte… aber das würde wirklich diesen Rahmen sprengen.

Viele Situationen werden bei mir sehr lange in Erinnerung bleiben, wie z.B. der verpasste Zug nach Frankfurt, weil man in Hamburg mit der Kollegin unbedingt noch ein Becks-Bier trinken wollte, sowie der spontane Besuch auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt.

Nun lass ich lieber Bilder sprechen: Viel Spaß mit meinen persönlichen Highlights der letzten 2 Jahre… Weiterlesen von ‘Ein Abschied…’