Archiv für März, 2010

Shop of the week #3: fahrrad.de

So langsam ist er auch in Deutschland angekommen und hat die Eiseskälte, die uns schon seit Monaten quält, vertrieben: Der Frühling.
Gemeinsam mit den ersten Knospen und Blüten kommen auch die Fahrradfahrer wieder zum Vorschein und es ist Zeit für einen Check-up oder gar für ein komplett neues Bike. Im Online Shop www.fahrrad.de finden Fahrrad-Begeisterte alles, was das Herz begehrt.
Was sofort ins Auge sticht sind die großen und emotionalen Bilder des Webshops sowie das Seitenverhältnis 16:9, was für eine gute Übersichtlichkeit sorgt. Die Navigation ist plakativ und ermöglicht eine intuitive Bedienung. Ein schönes Feature, welches ich als besonders positiv empfunden habe, ist das Live-Chat-Fenster. Kurz nachdem man den Shop besucht, wird dem User mithilfe dieses Chat Fensters Hilfe angeboten - dies ist insbesondere für Kunden, die sich den Shop zum ersten Mal ansehen, ein schönes Angebot und vermittelt das Gefühl, sich bei Problemen an einen Ansprechpartner wenden zu können.

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Verkaufsstrategien als Marketing-Maßnahme

Neue und außergewöhnliche Verkaufsstrategien wie Club-Shopping, Live Shopping oder Mass Customization findet man häufig in Form eines Startups. Damit sind diese Strategien für E-Commerce-Betreiber grundsätzlich weniger interessant, lassen sich aber auch in bestehende Shops integrieren. Einige Shops bedienen sich bereits dieser Maßnahmen.

Live Shopping
Beim Live Shopping wird jeden Tag ein Produkt besonders günstig angeboten, was durch die großen Abnahmemengen ermöglicht wird. Durch die zeitliche Begrenzung des Angebots muss der Kunde schnell entscheiden - Spontankäufe sind die Folge. Bekannte Live Shopping-Portale sind zum Beispiel guut.de, preisbock.de, urdeal.de oder sportlet.de. Inzwischen sind bereits einige Shops auf den Zug aufgesprungen und haben diese Verkaufsstrategie in ihren Shop integriert.

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Der Online-Shop für Fashion und Streetwear verkauft unter dem Titel „Early Bird“ jeden Tag ein Produkt zu einem Sonderpreis. Hierdurch wird der Nutzer dazu motiviert, häufig – bestenfalls täglich – den Online-Shop zu besuchen.

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Shop of the week #2: Cellarthief

Shop of the week #2: Cellarthief

Weinliebhaber aufgepasst: Auf cellarthief.com kommen all diejenigen, die gute Weine zu günstigen Preisen suchen, auf ihre Kosten - und das alles auf eine sehr entspannte und unprätentiöse Weise. Cellarthief präsentiert jeden Tag 3 ausgewählte Weine, die im Rahmen einer zeitlich begrenzten Verkaufsaktion zu einem besonders niedrigen Preis erworben werden können. Das Design erinnert den Nutzer an eine alte Weinkiste, in der nach verborgenen Schätzen gestöbert werden kann.

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Jeder der 3 präsentierten Weine wird mit Hilfe von 4 Kategorien vorgestellt:
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Social Media, wer blickt da noch durch? - Der Social Media Planner

Die Agentur INPROMO hat einen Social Media Planner gelaunched und hat damit eine interaktive Navigationshilfe durch das soziale Web geschaffen. Hier kann man 136 Plattformen nach Altersgruppen, Zielgruppen und Themen filtern. Zudem werden die Aktivität sowie die Reichweite angezeigt. Grundlage für die Übersicht sind die Zahlen des DoubleClick Ad Planners.

Ein schönes Tool, welches zum Spielen einlädt!

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Augmented Reality – Die erweiterte Realität

Wir alle kennen Augmented Reality, z.B. aus dem Fernsehen: Ein Agent dringt in ein Gebäude ein, auf seine Brille wird der entsprechende Grundriss projiziert, beim Freistoß während eines Länderspiels wird ein virtuelles Maßband zwischen den Schützen und das Tor gelegt oder es wird beim Skispringen mit einer roten Linie auf dem Schnee angezeigt, wie weit Martin Schmitt springen muss, um Erster zu werden.

 

Augmented Reality steht für „Erweiterte Realität“. Darunter versteht man die computergestützte Erweiterung der visuellen Realitätswahrnehmung. Im Gegensatz zur komplett digitalen „Virtual Reality“, wird hier das „natürliche“ Bild durch digitale Elemente bzw. durch relevante, ursprünglich unsichtbare Informationen ergänzt.

Augmented Reality wird bereits sehr vielfältig eingesetzt: Sei es bei der Montage komplexer Maschinen, in der Medizin, in der Unterhaltungsbranche, oder generell zur Navigation.

Aus meiner Sicht steht der endgültige Durchbruch im Marketing allerdings erst kurz bevor, vor allem im Online-Marketing, im Mobile-Marketing und bei allen Cross Channel Aktivitäten. Denn hier sind die Einsatzmöglichkeiten so vielfältig wie reizvoll und AR funktioniert tatsächlich auch kanalübergreifend. Hier einige Beispiele für Anwendungsmöglichkeiten: Weiterlesen von ‘Augmented Reality – Die erweiterte Realität’

Shop of the week #1: Converse

Der Shop www.converse.com besticht nicht nur durch sein ästhetisches und unaufgeregtes Design, sondern auch durch seine Klarheit und intuitive Bedienbarkeit. Die Website gliedert sich in drei Bereiche:

1. Make:

Kunden haben die Möglichkeit, sich ihre eigenen Chucks zu customizen. Hierzu müssen in insgesamt 18 Schritten die Farben der Chucks konfiguriert werden. Dies bietet auf der einen Seite sehr vielfältige Möglichkeiten, auch kleinste Details dem eigenen Geschmack anzupassen, auf der anderen Seite muss man sich durch alle 18 Schritte klicken, bis der Schuh in den Warenkorb gelegt werden kann, was ein bisschen Zeit erfordert. Das Resultat kann sich jedoch sehen lassen! Unterschiedliche Produktansichten gewähren dem Nutzer detaillierte Einblicke in „seinen”, komplett selbst gestalteten Schuh, der zusätzlich noch durch einen aufgestickten Schriftzug personalisiert werden kann.

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2. Buy:

Hier kann man nach Herzenslust durch das vielfältige Converse Produktsortiment stöbern. Die Kategorien gliedern sich nach „Shoes”, „Clothes & More”, „Collection” und „Sale”. Auf den Produktkategorieseiten kann zusätzlich nach Farben, Styles und Preis gefiltert werden. Die Filtermöglichkeiten nach „Just in”, „High Price” or „Low Price” sind recht innovativ und bieten einen guten Überblick.
Auf den Produktdetailseiten findet man, zumindest zu den meisten Produkten, unterschiedliche Ansichten. Schade jedoch, dass man die Schuhe auf keiner Ansichtsseite auch angezogen am Fuß betrachten kann - dies hätte ich mir auf jeden Fall gewünscht!

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3. Play:

Converse bietet nicht nur einen Shop, sondern in seinem Bereich mit dem Titel „Play” vier weitere Kategorien. In der Rubrik „Talk” können Kunden Interviews und interessante Artikel unterschiedlicher Autoren lesen. Videos zu Designs, etc. können im Bereich „Show” angesehen werden. Ganz besonders gut mir hierbei die Rubrik mit den User Generated Videos gefallen.
Etwas für die Ohren findet man im Bereich „Tune” und eine Liste mit Links zu den Themen Musik, Sport und Kunst findet man unter „Nice”.
Der Bereich „Play” spricht die Zielgruppe ganz gezielt an und führt dazu, dass sich Kunden noch stärker mit der Marke identifizieren können. Der spannenden Themenmix trägt sein Übriges dazu bei.

Auch als klare High-Heels-Befürworterin haben mich der Shop und der komplette Markenauftritt sehr positiv angesprochen - daher das Prädikat „Shop of the week”! :-)

Was macht eigentlich ein…… Informationsarchitekt?

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…ein Interview mit Bettina Kleinmann.

Was hast du gemacht, bevor du Informationsarchitektin wurdest?

Ich habe Media System Design an der Hochschule Darmstadt studiert. Für mich war das Studium ein absoluter Glücksgriff, denn die fachübergreifende Ausbildung vermittelt ein breites Spektrum an Wissen und Können. Dafür spricht alleine schon, dass sich drei Hauptfächer Design, Informatik und Wirtschaft durch das Studium ziehen. Besonders gefallen haben mir die zahlreichen praxisnahen Projektarbeiten, die mich immer wieder zu neuen Ideen und Lösungen gebracht haben.

Nach dem Studium war ich als Projektmanagerin und Konzeptionerin an der Entwicklung eines Shopsystems mit Shirtkonfigurator für einen Textilhersteller maßgeblich beteiligt. Das letzte Jahr arbeitete ich als Konzeptionerin bei einer 360-Grad-Agentur. Dort entwickelte ich meine Vorliebe zur Kombination mehrerer Medienkanäle.

Wie bist du dann zu netz98 gekommen?

Zum ersten Mal bin ich auf netz98 durch den Webmontag in Frankfurt aufmerksam geworden. Als die Stelle des Informationsarchitekten ausgeschrieben war, habe ich nicht lange gezögert und mich beworben. Überzeugt haben mich neben dem sehr angenehmen Bewerbungsgespräch die netz98-Hauptgebiete E-Commerce, Web 2.0 und Online-Marketing.

Informationsarchitektur – was ist das eigentlich?

Informationsarchitektur ist die Konzeptentwicklung und Organisation von Inhalten für Websites, Intranets, Social Media Anwendungen und Software mit dem Ziel, die Usability zu erhöhen.

Und was hat deine Arbeit dann mit der eines Architekten zu tun?

Anstelle eines Bauwerks konzipiere ich eine Anwendung. Wie der Architekt bei einem Gebäude mache ich mir Gedanken über den Aufbau, die Aufteilung und Zugänge einer Anwendung. Der große Unterschied besteht darin, dass sich die Nutzung im virtuellen Raum abspielt. Deshalb spielt ein ausgeklügeltes Interaktionsdesign, was wiederum zu einem positiven Nutzungserlebnis führt, eine entscheidende Rolle.

Wie sieht deine tägliche Arbeit hier aus?

Sind die Rahmenbedingungen und der Umfang eines Projektes bekannt, entwerfe ich auf Basis des Briefings oder des Pflichtenhefts das Grobkonzept. Ein Grobkonzept für eine multimediale Anwendung beschreibt dessen Ziele, Zielgruppe, Tonalität sowie groben Aufbau und listet die Inhalte und Funktionen priorisiert auf. Auf dieser Basis entwirft der Designer das Look & Feel.

Im nächsten Schritt folgt das Feinkonzept, es definiert das Projekt weiter aus. Mit Hilfe von Wireframes beschreibe ich die Inhalte und Funktionen sowie den Aufbau der Seiten genauer. Das Feinkonzept dient als Grundlage für die Entwicklung.

Ist ein Projekt unklar, beginnt meine Arbeit früher. Zusammen mit dem Kunden werden Workshops und User Research Methoden durchgeführt, deren Ziel die Definition der Anforderungen ans Projekt ist.

Was sind daran die Herausforderungen?

Im Mittelpunkt einer jeden Anwendung steht für mich der User. Aus der Benutzung einer Anwendung ein positives Erlebnis zu schaffen, stellt mich immer wieder vor neue interessante Herausforderungen. Für mich ist es elementar, auf dem neusten Stand zu bleiben, am besten sogar selbst innovative Ideen, Funktionen oder Navigationsarten zu entwerfen.

Da der Beruf des Informationsarchitekten recht jung ist, kommt es immer wieder vor, dass ich dessen Aufgaben und Vorteile erklären muss. Dass ein durchdachtes Konzept einerseits die Absprachen mit dem Kunden und Team intern vereinfacht, andererseits die Effektivität des gesamten Projekts steigert, leuchtet aber jedem schnell ein.

Was magst du an deiner Arbeit am meisten?

An meiner Arbeit gefällt mir, dass ich ständig mit Themen in Kontakt komme, zu denen ich ohne meinen Job wenig Berührungspunkte hätte. Wie wäre ich sonst zum aufmerksamen Online-Shopper geworden?

Die Verbindung von mehreren Bereichen fordert mich und es macht mir immer wieder Spaß, mich in unterschiedliche Benutzer zu versetzen und deren Sicht einzunehmen.

Was sollte jemand mitbringen, der Informationsarchitekt werden will?

Ein Informationsarchitekt sollte interdisziplinär denken können und ein gutes Einfühlvermögen haben. Da es bei der Informationsarchitektur darum geht, einer Anwendung Struktur zu verleihen, sollte organisiertes Arbeiten zum Alltag gehören.

Eine Leidenschaft sollte das Internet und andere multimediale Anwendungen sein. Die Methoden der Informationsarchitektur und des User Centered Designs sollten bekannt sein. Von Vorteil sind Kenntnisse in den Breichen Medientechnologien und Screendesign. Auf komplexe, innovative Projekte freust du dich.

Für einen Informationsarchitekten ist es unumgänglich gut kommunizieren zu können, denn es gilt sowohl dem Kunden, dem Design als auch der Entwicklung das Konzept zu nahe zu bringen. Nur so ist es möglich, dass alle Projektbeteiligten eine gleiche Idee im Kopf haben, damit an einem Strang ziehen und mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Social Awareness – Was nun?

Social Media, ehemals als Buzzword abgetan, wird mittlerweile sehr ernst genommen. Schätzten 2008 noch viele Unternehmen das Phänomen des Social Media bzw. des „user generated marketing“ als sehr gering und belächelten es als Hype und Spielerei, entwickelte es sich 2009 als ernst zu nehmendes Thema. 2010 ist es in vielen Marketing-, Sales- und Presseabteilungen Thema Nr. 1.
Wird es jedoch richtig angegangen? Leider nur in den seltensten Fällen. Doch blicken wir erst einmal zurück.

Märkte sind Gespräche
- so heißt es schon im Cluetrain-Manifest von 1999. Doch was heißt hier „schon“? Gehen wir weiter zurück zu den Anfängen des Internets. Das 1979 entwickelte Usenet entwickelte sich 1985 zu einem weltweit funktionieren Diskussionsforum für jedermann. Bis heute existieren ca. 100.000 Newsgroups zu jedem erdenklichen Thema. Aber ist dies schon alles? Nein. Social Media, Social Web oder Social Marketing Awareness sind letztendlich so alt wie die Menschheit. Der Mensch hat das Bedürfnis, sich auszutauschen und dies seit der Steinzeit. Er berichtet von seinen Erfahrungen positiv wie negativ, er warnt und er empfiehlt. Dies setzte sich fort auf Märkten im alten Rom oder den Mittelaltermärkten bis hin zum Stammtisch oder heute Facebook und Twitter.

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Gerade gefunden: The State of The Internet

Ich habe hier gerade ein tolles Video gefunden, welches die Popularität des Internets in Bild und Zahl darstellt:

JESS3 / The State of The Internet from Jesse Thomas on Vimeo.