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Apple vs. Adobe

Gestern fand das große Online-Launch-Event für die neue Adobe Creative Suite 5 statt. Nicht nur für mich als Flash-Developerin war ein ganz bestimmtes neues Tool besonders vielversprechend: der iPhone-Packager für ActionScript 3 Projekte. Da man bis dato keine Web-Flash-Inhalte auf dem iPhone anzeigen lassen kann, verhieß der iPhone-Packager eine neue Chance: bestehende Flash Anwendung nehmen, konvertieren und im App Store nun endlich auch auf dem iPhone einer wichtigen Zielgruppe zugänglich machen.

Das wäre wirklich super gewesen. Hätte Apple dem Ganzen nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn mit einer Vorabversion des neuen iPhone OS 4 hat Apple auch gleich die Lizenzbedingungen für Entwickler mit bearbeitet: Das neue Betriebssystem lässt jetzt nur noch Apps zu, die in den von Apple genehmigten Programmiersprachen erstellt wurden. ActionScript gehört nicht dazu.

PFLATSCH. Ja, das klingt in der Tat nach einem Schlag in das Gesicht eines Entwicklers. Und zwar nicht nur in das eines Flash-Entwicklers; betroffen sind auch Entwickler, die iPhone-Apps mit Hilfe von speziellen Tools in Javascript oder C# programmieren.

Und trotzdem fragt man sich besonders als Flash-Developer:

Hat Flash dann im Web überhaupt noch eine Zukunft?

Zusammen mit Html5, das als Standard angeblich bald das können soll, was Flash kann, wird die Diskussion um den Einsatz und die Notwendigkeit der Adobe Software wieder angeheizt. Besonders hervorheben möchte ich hier einen Artikel des Smashing Magazine; nicht wegen des Artikels selbst, sondern wegen der unzähligen Kommentare. Denn obwohl ich mich nach Lesen des Artikels schon mit Gitarre irgendwo in der Fußgängerzone mein Geld verdienen sah, bin ich nach den unzähligen Kommentaren dazu der festen Überzeugung: Es wird auch weiterhin die Notwendigkeit für Flash-RIAs geben, denn zumindest in naher Zukunft kann Html5 den unzähligen Möglichkeiten in der Flash-/Flex-Entwicklung nicht das Wasser reichen.

Zudem glaube ich, dass in der Apple-Adobe-Affäre das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde. Denn Flash-Skeptik hin oder her: Fakt ist, dass Apple einen aus meiner Sicht nicht vertretbaren Eingriff in die Konsumfreiheit von Informationen aus dem Web vornimmt. Ich entscheide doch, was ich mir ansehen will, nicht Apple. Für mich hat da ein Konzern einfach zu viel Kontrolle über die Webinhalte, die ich konsumieren „darf“. Und wie kam da bei einer internen Diskussion über das Thema treffend heraus:

„Immer wird über das Microsoft-Imperium gemeckert. Wenn man aber die Möglichkeit hat, auch ein bisschen Monopolismus zu betreiben, ist man sofort dabei.“


Veröffentlicht von Juliane
in Allgemein, Online-Trends
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1 Kommentar

  1. Vielen Dank für diese großartige Nachricht – ich will sicher sein, zu überprüfen, Ihre Blog öfter.

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