Archiv für Juni, 2010

Die Fußball-WM bei netz98

Es ist Freitag Nachmittag und kaum jemand im netz98-Büro kann sich noch so recht auf seine Arbeit konzentrieren. Von Flos Schreibtisch hört man die sanften Vuvuzela-Töne und jeder überprüft zum zehnten Mal seine Tipps beim netz98-Tippspiel.

GrillenWM1

Um Punkt 18:30 fangen wir Mädels (zur Belustigung der Herren) damit an, die Grills aufzubauen. Nachdem Flo und Judith erfolgreich den Grill in Flammen setzen, ( Zitat Flo: „Ich brauche kein Feuerzeug, gebt mir einen Feuerstein!“) können wir uns endlich für das anstehende Deutschland - Ghana Spiel stärken. In gemütlicher Runde und bei bestem Sommerwetter vertreiben wir uns die Zeit, bis es endlich heißt: „Ab in die Lounge, Fußball fängt an!“

Das Spiel ist spannend bis zuletzt, nicht nur weil es um den Einzug ins Achtelfinale geht. Poldi steht in der Kritik, doch als dann endlich das erwartete Tor durch Özil fällt, ist die Stimmung auf dem Hochpunkt und die Nerven scheinen auch nicht mehr blank zu liegen. Von hinten kommt eine Fußballfrage: „Wie viele gelbe und rote Karten hat der Schiri eigentlich in seiner Tasche?“ Flo hat sofort die Antwort parat: „22 gelbe und 22 rote Karten. Und dann noch Reservekarten für die Spieler auf der Bank. Dafür braucht der Schiri auch große Taschen.“ ;)

GrillenWM2

Der netz98-Grill- und Fußballabend war ein voller Erfolg. Mit super Stimmung und in einer tollen Runde haben wir mit unseren Jungs mitgefiebert. Und auch weiterhin drücken wir dem deutschen Team in Südafrika gemeinsam alle netz98-Daumen.

Ganzheitliches “10-Finger-Blind”-Training

… hört sich spannend an - ist es auch. Hier bei netz98 wird Weiterbildung wirklich GROß geschrieben. Daher bekommt man in regelmäßigen Abständen interne Mails, in denen diverse Workshops oder Schulungen angeboten werden.

Vor 14 Tagen stand dann der sechsstündige Tipp-Kurs an. Ich habe mich direkt dazu angemeldet, da ich zwar beim Tippen alle Finger einsetzte, ob das aber so richtig ist, habe ich keine Ahnung. Außerdem schaue schaute ich immer auf die Tastatur.

Frau Simone Kretz, die den Kurs leitete, erklärt in der Einführung zuerst, wie das menschliche Gehirn funktioniert und wie eine ganzheitliche Lernmethode aussieht. Dann ging es zu dem eigentlichen Thema: Mit zehn Fingern blind tippen. Natürlich wurde von uns netz98ern als erstes Mal „a s d f j k l ö“ genannt (manche hatten zu Schulzeiten schon mal einen Kurs).

Frau Kretz erklärte dann aber, dass sie uns das Thema auf andere Weise näher bringen will. Denn die Grundvoraussetzung, dass man 10-Finger-blindtippen kann, ist, dass man als Erstes weiß, wo überhaupt welche Taste liegt! Ja, da fängt das Ganze schon mal an.

Um sich sie Positionen der Tasten zu merken, wurden diese zunächst in Farben eingeteilt – dabei ist jeder Finger für eine Farbe ‚zuständig’.

tastatur

Insgesamt haben wir eine Geschichte zu den Buchstaben gelernt, in der jeder Buchstabe für ein Bild steht, das wiederum mit der Farbe verknüpft ist. Die Geschichte beginnt so: „Ich beiße in einen roten Apfel, während ich an einem blauen See sitze, an dessen Rand gelbe Dotterblumen stehen.“

Natürlich wurde die Geschichte immer abstrakter, da ja am Ende alle Buchstaben mit einbezogen waren. Merken konnten wir uns das Ganze aber trotzdem gut – oder vielleicht gerade deswegen.

Alles in allem hat der Workshop richtig viel Spaß gemacht und auch auf jeden Fall etwas gebracht. Nun heißt es natürlich üben, üben, üben …

Die 10 wichtigsten Usability-Regeln im E-Commerce

Eine hohe Usability ist im E-Commerce ein wichtiger Erfolgsfaktor - das ist unbestritten. Denn eine hohe Usability wirkt sich positiv auf Konversionsraten, die Größe des Warenkorbs und letztlich auch auf den Umsatz aus. Aber wo sollen Shop-Betreiber bei der Usability-Optimierung anfangen? Der folgende Beitrag liefert Ansatzpunkte und stellt die zehn wichtigsten Usability-Regeln vor.

1. Klassischer, gelernter Grundaufbau

Die wichtigste Usability-Regel im E-Commerce ist, dass die Shopgestaltung dem klassischen, gelernten Grundaufbau folgt. Denn die richtige Platzierung aller Elemente stellt die Basis für einen funktionierenden Online-Shop dar. Müssen Nutzer eine bestimmte Funktion oder einen wichtigen Einstieg erst suchen, empfinden sie dies als störend. Ist jedoch alles Funktionelle so angeordnet, wie der Nutzer es erwartet bzw. wie er es gelernt hat, bewegt er sich wesentlich souveräner und intuitiver durch den Online-Shop. Dadurch beschäftigt er sich mehr mit den Inhalten und Produkten als mit der Bedienung der Seite - mit unmittelbar positiven Auswirkungen auf die Konversionsrate. Hier einige Beispiele: Während die Suche prominent mittig unter dem Headerbereich platziert werden sollte, erwarten die Besucher den Warenkorb - immer sichtbar - rechts oben auf den Shopseiten. An dieser Stelle sollten sich auch die Buttons Login, Mein Konto und Ausloggen befinden. Wichtig ist es beispielsweise auch, dass Angaben zu Preis, Verfügbarkeit, Bestellmenge sowie die Warenkorbfunktion eine optische Einheit bilden - alles andere irritiert die User.

2. Inhalte begrenzen, Übersicht bieten

Das menschliche Gehirn ist nicht in der Lage, eine unbegrenzte Anzahl an Objekten wahrzunehmen. Überladene Online-Angebote können deswegen schnell zu Unzufriedenheit bei den Besuchern oder sogar zum Abbruch führen. Handelten Shopbetreiber lange Zeit nach der Maxime, möglichst viele, selbst ausgewählte Inhalte und Artikel auf die Startseite zu bringen, empfiehlt sich aus Usability-Sicht inzwischen ein anderer Ansatz - weniger Elemente, die dafür aber aus Nutzersicht interessanter und relevanter sind. Möglich ist dies zum Beispiel durch Personalisierung: Auf Basis der Aufzeichnung und Auswertung des Nutzungsverhaltens wird automatisch eine auf den einzelnen Nutzer und seine Bedürfnisse zugeschnittene Version des Online-Shops generiert. Ein anderer Weg ist die Customization: der Nutzer definiert selbst, was ihn interessiert und wie er sich durch das Angebot bewegen möchte - am besten ohne, dass er es überhaupt merkt. Ein gutes Beispiel dafür ist die sogenannte Filtersuche. Über unterschiedliche Filter wie Kategorie, Farbe oder Größe kann sich der Nutzer das Angebot mit wenigen Klicks intuitiv erschließen.

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Shop of the week #5: my-vale.com

Jeder kennt sie: Für den Einen sind sie Inbegriff trendiger Sommermode, die Anderen sehen in ihnen den Untergang des Abendlandes, zumindest in stilistischer Hinsicht, und würden sie am liebsten in Freibäder und an Strände verbannen. Die Rede ist von Flip Flops.

Dass Flip Flops jedoch nicht immer aus billigem Plastik, quietschbunt und zudem schlecht für die Haltung sein müssen, beweist ein junges Start-up aus Homberg/Efze.

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Markus Schott, Orthopädiemeister, Abkömmling eines Familienunternehmens für Orthopädie-Technik und begeisterter Australien-Urlauber, kam auf die Idee, die beliebte australische Schuhmode mit traditionellem Handwerk zu verbinden.

Auf www.my-vale.com können sich Flip-Flop-Anhänger ihr Lieblingsmodell aus einer Vielzahl von Designs auswählen. Neben Basis-Modellen findet man, auch exklusive Versionen, so z.B. mit Swarovski-Steinchen besetztes Leder.  Nachdem man sein favorisiertes Design gefunden und bestellt hat, erhält man eine Footprint-Box nach Hause geschickt. Diese Box ist mit einem formbaren Spezialschaum ausgelegt, in dem man seine Fußabdrücke nimmt. Durch eine Markierung kann man die für sich günstige Position des Zehenriemens bestimmen. Ist der Abdruck erstellt, kann man die Footprint-Box kostenlos an Vale zurücksenden, wo der Abdruck von einem 3-D-Scanner erfasst und eine virtuelle Schablone erstellt wird.
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Die Flip Flops werden dann, ganz individuell und in aufwändiger Handarbeit, auf den Fuß angepasst, sodass ein maßgeschneidertes Fußbett entsteht. Die Anfertigung gliedert sich in ca. 25 Arbeitsschritte und als Ergebnis erhält man personalisierte Sandalen, die nicht nur schick und hochwertig aussehen, sondern auch gut zu den Füßen und zur Wirbelsäule sind. Bis man sein Wunschmodell dann in den Händen hält, muss man sich allerdings ein klein wenig gedulden: Die Lieferzeit beträgt aufgrund der Maßanfertigung ca. 2 bis 4 Wochen. Auch der Preis ist mit dem üblichen Preis für Flip Flops nicht vergleichbar: Durchschnittlich kostet ein Paar “Vales” 120 EUR - ein Preis, der sich zwar im oberen Segment bewegt, aufgrund der vielen Arbeitsschritte und der hochwertigen Materialien definitiv angemessen erscheint.

Dass die Idee funktioniert, beweist der große Erfolg, den Vale bereits in den ersten beiden Geschäftsjahren zu verzeichnen hat. Insbesondere der Verkauf über den Online Shop läuft, trotz der vergleichsweise eher aufwändigeren Art der Fußvermessung, hervorragend : Bereits siebzig Prozent aller Produkte werden online verkauft und die Kunden stammen aus aller Welt: So trägt man bereits in Australien, Hongkong, Thailand und auf den Fidschi-Inseln maßgeschneiderte Flip Flops aus dem beschaulichen Homberg/Efze.

Fazit: Eine fantastische Idee und  die auch mich davon überzeugt hat, dass Flip-Flops nicht immer billig aussehen müssen und sogar für Männer salonfähig sein können. ;-)