Online-Trends

Social Awareness – Was nun?

Social Media, ehemals als Buzzword abgetan, wird mittlerweile sehr ernst genommen. Schätzten 2008 noch viele Unternehmen das Phänomen des Social Media bzw. des „user generated marketing“ als sehr gering und belächelten es als Hype und Spielerei, entwickelte es sich 2009 als ernst zu nehmendes Thema. 2010 ist es in vielen Marketing-, Sales- und Presseabteilungen Thema Nr. 1.
Wird es jedoch richtig angegangen? Leider nur in den seltensten Fällen. Doch blicken wir erst einmal zurück.

Märkte sind Gespräche
- so heißt es schon im Cluetrain-Manifest von 1999. Doch was heißt hier „schon“? Gehen wir weiter zurück zu den Anfängen des Internets. Das 1979 entwickelte Usenet entwickelte sich 1985 zu einem weltweit funktionieren Diskussionsforum für jedermann. Bis heute existieren ca. 100.000 Newsgroups zu jedem erdenklichen Thema. Aber ist dies schon alles? Nein. Social Media, Social Web oder Social Marketing Awareness sind letztendlich so alt wie die Menschheit. Der Mensch hat das Bedürfnis, sich auszutauschen und dies seit der Steinzeit. Er berichtet von seinen Erfahrungen positiv wie negativ, er warnt und er empfiehlt. Dies setzte sich fort auf Märkten im alten Rom oder den Mittelaltermärkten bis hin zum Stammtisch oder heute Facebook und Twitter.

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Gerade gefunden: The State of The Internet

Ich habe hier gerade ein tolles Video gefunden, welches die Popularität des Internets in Bild und Zahl darstellt:

JESS3 / The State of The Internet from Jesse Thomas on Vimeo.

Facebook Rebrush 2010

Seit ein paar Tagen dürften jetzt alle das neue Facebook nutzen. Hier ein kleiner Überblick über die Neuerungen und was aus meiner Sicht eine Verbesserung darstellt und was nicht.

Das ist neu:

- Das Design wurde leicht überarbeitet. Dabei fallen vor allem der obere Navigationsbalken und der Rahmen um den Contentbereich auf.

- Der Grundaufbau ist leicht verändert, die Navigation wurde leicht überarbeitet und zu den Filtern links sind jetzt noch Zugänge zu den Freunden und Applikationen dazu gekommen.

Das ist gut gelungen:

- Das Design. Facebook sieht jetzt noch aufgeräumter, tooliger und dabei noch moderner aus.

- Der Grundaufbau / die Bedienung. An dieser Stelle geht Facebook sehr konsequent seinen Weg: Der Fokus ist noch stärker auf den Feed gelegt die Filtermöglichkeiten in der Linken Spalte sind komfortabler, vielfältiger und übersichtlicher.

- Das eigene Bild. Das eigene Profilbild wurde wieder auf die Startseite integriert, was ich als positiv empfinde. Zum einen gibt es der eigenen Facebook Seite Identität, zum anderen ist es ein sehr visueller Zugang zum eigenen Profil.

- Wording „Neueste Meldungen“.
Dieses Wording ist noch aussagekräftiger als die alte Bezeichnung „Live-Meldungen“

- Die Benachrichtigungs-Funktionalitäten neben dem Logo sind sehr ansprechend gestaltet und ermöglichen z.B. ein noch schnelleres Bestätigen von Freundschaftsanfragen.

Das ist nicht so gut gelungen:

- Platzierung Button „Abmelden“.
Es gibt keinen direkt sichtbaren „Abmelden“ Button, dieser erscheint erst bei Klick auf „Konto“ im entsprechenden Untermenü. Da jeder Nutzer „sein eigenes Facebook“ hat, ist hier das Anmelden kein Feature, sondern Grundbedingung für die Nutzung. Somit ist auch das „Abmelden“ eine Grundfunktionalität welche direkt sichtbar sein sollte.

- Wegfall Bookmarks. Durch den Wegfall der Applikationen-Bookmarks am unteren linken Seitenrand ist es nicht mehr möglich, von einer Applikation in die nächste zu springen. Der Nutzer muss nun den Umweg über die Startseite nehmen. Gerade die zahlreichen Fans von FarmVille & Co. werden diese komfortable Funktion sehr vermissen. Zudem hat man diese Zugänge zu den Applikationen sehr schnell „weggescrollt“

abmelden


-  Wording „Hauptmeldungen“:
Es ist leider immer noch nicht erkennbar, was eine Meldung zur Hauptmeldung macht. Gefällt sie besonders vielen Nutzern? Wurde sie oft kommentiert? Wenn ja, warum sind hier dann viele Meldungen  ohne Kommentare und ohne „gefällt mir“ zu finden?

Fazit
Insgesamt ein gelungener Rebrush - wenn da nicht der erhebliche Usability-Schnitzer mit dem nicht direkt sichtbaren “Abmelden” Button wäre…

Teaser 2.0

Was ist ein Teaser
„Ein Teaser (von engl. tease = reizen, necken) bezeichnet einen in der Werbesprache verwendeten „Anreißer“, der zum Weiterlesen, -hören, -sehen, -klicken verlocken soll“ (Wikipedia)

Im Web haben Teaser eine ganz besondere Bedeutung, denn sie stellen neben der Suche und der Navigation den dritten Haupteinstieg in die Inhalte eines Webauftrittes dar. Im Gegensatz zum Einstieg über die Suche oder über die Navigation bietet ein gutes Teaserkonzept Raum für Priorisierung, d.h. es können bestimmte Inhalte gezielt nach vorne geholt werden.

Der klassische Teaser
Ein klassischer Teaser ist ein Hinweis und ein Link zu bestimmten Inhalten und Funktionalitäten. Meistens bestehen Teaser aus folgenden Komponenten: Headline, Text, Bild und Link. Ein Beispiel für einen gut gemachten klassischen Teaser findet man auf dem deutschen Auftritt von Ford: Dieser führt zu einer Art „interaktivem Produktfinder“. Auffällig ist, dass über eine Animation zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt wird.

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Insgesamt ist momentan jedoch ein Trend weg vom klassischen Teaser beobachtbar. Die neue Generation zeichnet sich vor allem durch mehr Funktionalität und Interaktionsmöglichkeit im Teaser selbst aus.

Was die neue Teaser-Generation ausmacht, wird am selben Beispiel deutlich, wenn man sich die Frage stellt, was diesen Teaser attraktiver und effektiver machen könnte. Eine Möglichkeit wäre, direkt einen Mehrwert zu bieten, anstatt diesen nur zu kommunizieren. Das würde für das aktuelle Beispiel bedeuten, dass die ersten oder die wichtigsten Auswahlkriterien für den Konfigurator direkt auswählbar sind. Weiterlesen von ‘Teaser 2.0′

Das Prinzip Freiwilligkeit - Tipps für erfolgreiches Social Media Marketing

Schon der Begriff Social Media Marketing ist irreführend. Er suggeriert, dass man einfach klassisches Marketing im Social Web machen kann. Tatsächlich gilt: Wer erfolgreiches Social Media Marketing betreiben möchte, sollte einen Großteil aller gelernten und bewährten Marketing-Muster vergessen. Denn während sich im klassischen Marketing alles um die Frage dreht, wie man seine Botschaft am besten zu seiner Zielgruppe bringen kann und was das kostet, funktioniert Social Media Marketing grundlegend anders. Hier geht es darum, der Zielgruppe lediglich einen Anstoß zu geben – das eigentliche Marketing übernimmt sie im Idealfall dann selbst. Dies erklärt auf der einen Seite das große Potenzial von Social Media Marketing, stellt auf der anderen Seite aber auch eine große Herausforderung dar. Denn Social Media Marketing basiert auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Deshalb entzieht es sich bis zu einem gewissen Grad der eigenen Kontrolle.

Mit Partys vergleichbar

Die Funktionsweise von Social Media Marketing lässt sich am besten mit Hilfe eines Vergleichs erklären. Für Social Networks wie Facebook, MeinVZ, Xing, wer-kennt-wen oder MySpace gilt, dass sie gut mit einer Party vergleichbar sind. Auch hier begegnet man Freunden, Bekannten und Freunden von Freunden. Man trifft Bekannte von früher wieder und lernt auch ganz neue Menschen kennen. Vielleicht geht man mit einem bestimmten Ziel dorthin, beispielsweise zur Partnersuche. Es wird über den Beruf oder über Privates gesprochen, auch gern ein bisschen gelästert, geflirtet, getratscht oder ein spannendes Buch empfohlen. Theoretisch macht das Social Networks und Partys aus zwei Gründen besonders interessant für alle, die etwas zu verkaufen haben: zum einen sind potenzielle Kunden anwesend, zum anderen findet menschliche Kommunikation statt. Weiterlesen von ‘Das Prinzip Freiwilligkeit - Tipps für erfolgreiches Social Media Marketing’

König Kunde oder leere Versprechungen? Mass Customization im Selbstversuch

Der Massenfertigung kundenindividuell konfigurierter Produkte wird eine große Zukunft vorausgesagt, denn Mass-Customization verbindet die Vorteile der Massenproduktion mit denen der Einzelfertigung. Viele Marketingfachleute, Unternehmensberater und auch wir von netz98 sehen in dem im Fachjargon als Mass Customization bezeichneten Trend eine wichtige Wettbewerbsstrategie der Zukunft – gerade für Hersteller von Mode- und Lifestyle-Produkten. Die Integration der Kunden in die Produktentwicklung ist die logische Weiterentwicklung der Kundenorientierung, denn wer weiß besser was ihm gefällt und was seine Bedürfnisse befriedigt, als der Kunde selbst? Auch für die Hersteller eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, denn musste bisher viel Marketingbudget dafür verwendet werden, den potenziellen Käufer von den Vorteilen des Produktes zu überzeugen, so hat dieser bei Mass Customization das Produkt bereits auf seine eigenen Bedürfnisse angepasst und der Hersteller muss es „nur noch“ wie gewünscht produzieren und ausliefern.

Nike Air im netz98-Branding

Nike Air im netz98-Branding

Nike Air im netz98-Branding

Einige Anbieter wie Nike haben den Weg bereits seit längerem eingeschlagen und richten - ermutigt durch erste Erfolge – ihre Konzernstrategie entsprechend konsequent aus. Die ersten vorsichtigen Versuche erfolgten bereits im Jahre 1999 und mittlerweile gilt der NikeiD-Store als ausgereifter Vorzeige-Shop zum Thema Mass Customization.

Was liegt also näher, als anhand eines Selbsversuchs die Versprechnungen und Vorschusslorbeeren zu überprüfen und den Praxistest mittels einer Quasi-Einzelanfertigung-Bestellung zu wagen. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen:

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Die Evolution des sichtbaren Bereichs

In den letzten Jahren haben sich die Bedienung und das Nutzungsverhalten im Internet grundlegend gewandelt. Dies betrifft natürlich auch die Bedeutung und den Umgang mit dem Thema „Der sichtbare Bereich“.
Dieser ist die Fläche, die ein Nutzer auf jeden Fall sieht, ohne dass er horizontal oder vertikal scrollen muss – zumindest in der Theorie. In der Praxis ist das ein wenig komplexer, da sich die Nutzer auf unterschiedlichen Endgeräten mit unterschiedlichen Monitorgrößen und Auflösungen im Internet bewegen. Hinzu kommt: Hat ein Nutzer besonders viele Symbolleisten integriert, verkleinert sich sein wirklicher sichtbarer Bereich weiter.

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Also handelt es sich bei dem „sichtbaren Bereich“ nur um einen durchschnittlichen Wert, was seine Bedeutung für die Entwicklung von Online-Angeboten seit den Anfangszeiten des Internets in keiner Weise schmälert. Mit Zunahme der Inhalte auf Online-Angeboten nahm auch diese Bedeutung weiter zu. Dabei war der Umgang mit diesem Thema stets gleich: Alle relevanten Inhalte und alle Zugänge zu den jeweiligen Inhalten stets möglichst direkt sichtbar zu platzieren. Seit dem Einzug von Personalisierung, Customization und Social Media existieren weitere strategische Ansätze in diesem Bereich. Weiterlesen von ‘Die Evolution des sichtbaren Bereichs’

E-Commerce-Leitfaden - 2. Auflage veröffentlicht

Gemessen an dem Umsatz, ist das Internet der Vertriebskanal mit den höchsten Zuwachsraten. Ein eigener Online-Shop oder ein Multikanal-Vertrieb wird auch für Nischenanbieter wichtiger denn je.

Als Einstieg bietet sich der E-Commerce-Leitfaden vom Institut ibi research an der Universität Regensburg an. Er richtet sich in erster Linie an aktive Händler, die sich erstmalig mit dem Online-Vertriebskanal auseinandersetzen.

Mittlerweile wurde bereits der Leitfaden in der 2. Auflage veröffentlicht und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der E-Commerce-Leitfaden dient dem Leser als Orientierungshilfe und bietet auf über 300 Seiten ein breites Spektrum an Basiswissen. Angefangen von der ersten Bedarfsanalyse des eigenen Business, bis hin zum Webcontrolling und die Auswahl der passenenden Shop-Lösung.

Die Themen werden mit Hilfe von Skizzen, Diagrammen und Praxisbeispielen sehr gut erläutert. Webtipps erleichtern die nachfolgende Recherche der einzelnen Themen.

Fussball 2.0 oder auch User-Generated Soccerteam

Der Web 2.0-Trend geht auch an die Fussball-Teams nicht vorbei. Dank der Geschäftsidee von MyFootballClub.uk aus England, können die User die Mannschaftsausstellung und Neueinkäufe der Fußballmannschaft mitbestimmen.

Die Aktion lief vor ca. 16 Monaten an und es registrierten sich in den ersten 2 Wochen, bedingt durch ein starkes Medieninteresse im In- und Ausland, über 22.000 zahlungsbereite User. Das Ziel war der Kauf eines englischen Fussball-Teams zu mindestens 51%, der Potential besitzt, in den nächsten Jahren in die Premier-League (die höchste Liga in England – vergleichbar mit der 1. Bundesliga in Deutschland) aufzusteigen.

Vor Beginn der Website wurden als Ziel 50.000 Interessenten definiert, die mit einem jährlichen Beitrag von 35 Pfund insgesamt 1,75 Millionen Pfund den Spielbetrieb des Vereins finanziell unterstützen. Aktuell können sich ca. 32.000 Personen als Miteigentümer des Fünftligisten Ebbsfleet United FC nennen.

Aber auch ein Jahr nach dem Web-Hype reißt das Medieninteresse nicht ab. Der Rasenwart wurde zum Shootingstar und veröffentlichte bereits eine CD, die es sogar bis in die britischen Musikcharts schaffte. Natürlich gibt es seinen Song “Beat the weather” auch auf iTunes zu kaufen und das Video auf YouTube zu sehen.

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Navigation und mehr…

Meine Kollegin ist vor kurzem auf die www.pampers.de - Webseite gestoßen. Das freundliche und sehr überschaubare Webdesign spricht den User auf den ersten Blick sofort an. Verschiedene wichtige Punkte sind klar sichtbar und gut strukturiert.

Aber was wohl am besten an der Seite ist, ist die Navigation die einwenig anders ist als so manch andere!

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