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iPhone App zur Mainzer Museumsnacht

Am 29. Mai 2010 öffnet sie wieder ihre Pforten: Die Mainzer Museumsnacht.
Wer sein Lieblingsmuseum und dessen Exponate mal in einem ganz anderen Licht sehen möchte, der ist hier genau richtig: Bis spät in die Nacht können Besucher mehr als 40 Museen, Galerien und Institutionen durchstöbern und dabei ein spannendes Programm, bestehend aus Literatur, Theater, Tanz und kulinarischen Leckereien, genießen.

Um dieses kulturelle Event in besonderem Maße zu unterstützen, haben wir im Rahmen eines Kultursponsorings eine iPhone Applikation zur Museumsnacht entwickelt. netz98 engagiert sich bereits ehrenamtlich für einige regionale Projekte, so z.B. für die „Frische Kinderkunst” auf dem Mainzer Layenhof und für eine Jugend-Fußballmannschaft aus der Region. Die Museumsnacht haben wir schon seit einigen Jahren verfolgt und viele Mitarbeiter haben bereits aktiv und mit Begeisterung selbst am Event teilgenommen. Also lag die Idee, das Event durch eine eigens entwickelte Anwendung zu unterstützen, nahe.

Das Spannende an diesem Projekt war nicht nur die Entwicklung der iPhone App an sich, sondern auch die Verknüpfung eines regionalen, kulturellen Events, das jedes Jahr eine sehr heterogene Zielgruppe anzieht, mit einer technischen Innovation wie einer Applikation. Und das Ergebnis beweist, dass sich beides wunderbar miteinander verbinden lässt:

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Ist die App auf dem iPhone installiert, können die Besucher, während sie an der Museumsnacht teilnehmen, sämtliche Informationen zur Veranstaltung und zum Programmablauf abrufen. Darüber hinaus gibt es eine Liste mit Informationen zu allen teilnehmenden Museen, die in unterschiedliche Kategorien eingeteilt sind. So haben die Besucher die Möglichkeit, sich, je nach Interesse, „ihr” Museum auszuwählen, weitere Informationen darüber zu erhalten und sich die Lage auf dem Stadtplan anzusehen, um den Weg dorthin besser finden zu können.

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Neben den allgemeinen Infos zum Museum, wie Adresse und Öffnungszeiten, können die individuellen Programmpunkte im Rahmen der Museumsnacht abgerufen werden. Zusätzlich werden auch die kulinarischen Highlights der jeweiligen Location angezeigt. Wünscht der Nutzer dann noch weitere Informationen, kann er den Link zum Museum, die in die Applikation integriert ist, anklicken und gelangt direkt zum Webauftritt.

Ein besonderer Mehrwert wird den Besuchern durch die Funktion geboten, sich eine eigene Museumstour zusammenstellen zu können.
Zwar sind auch bereits vorgeschlagene Touren, so z.B. die “Junge-Kunst-Tour” oder die “Altstadt-Tour”, wählbar, jedoch besitzt der Nutzer die Freiheit, analog zu den Programmpunkten und Highlights der Museumsnacht, einen eigenen Rundgang zusammenzustellen. Neben seinem eigenen Standort kann der Nutzer sich die Punkte seiner Tour auf dem Stadtplan anzeigen lassen. So weiß er, wohin es als nächstes geht bzw. welche Museen sich in seiner Nähe befinden.

Auf diese Weise hat der Besucher alle Informationen, die er zur Museumsnacht benötigt, in komprimierter Form auf seinem iPhone und kann sie sich auf einfache und schnelle Weise an Ort und Stelle anzeigen lassen.

Hier können sich die Besucher der Museumsnacht die Applikation kostenlos auf ihr iPhone herunterladen.

Wir freuen uns schon jetzt auf eine spannende und erlebnisreiche Museumsnacht mit vielen Highlights und natürlich auch auf die Abschlussparties im Schick & Schön und im 7°!

„netz98 on ice“

Wir netz98er weisen quasi von Hause aus eine starke Affinität zu Fußball auf, zumindest die männlichen netz98er, was sich an der Panini-Bildchen-Sammelwut, die derzeit im Büro um sich greift, wunderbar dokumentieren lässt. (Dieses Thema wäre auf jeden Fall einen eigenen Blogbeitrag wert.)
Dass wir aber auch anderen Sportarten grundsätzlich sehr offen gegenüber stehen, konnten wir letzten Samstag bei unserem Besuch der Eishockey Weltmeisterschaft in der Kölner Lanxess Arena unter Beweis stellen.
Unser Kunde Škoda Auto Deutschland, der die Eishockey Weltmeisterschaft sponsort und dem wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich danken möchten, war so freundlich, uns VIP Karten für das Eishockey Spiel USA – Kasachstan zur Verfügung zu stellen.

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So reiste eine Delegation von netz98ern mit einem teilweise doch recht lückenhaften Wissen über Eishockey, nach Köln an, um in der Škoda VIP Lounge einen richtig schönen Samstagnachmittag zu verbringen.
Gleich nach der Ankunft wurden wir von Škoda mit ganz persönlichen Trikots überrascht, die wir dann auch während des kompletten Spiels anbehielten – schließlich muss man ja auch angemessen gekleidet sein, wenn man die Spieler auf dem Eishockey Feld anfeuert.

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Ausgestattet mit diversen Fan-Accessoires, wie überdimensionalen grünen Händen, Fähnchen und Fan-Hüten, kamen wir in den Genuss eines spannenden Spiels, was uns so manches Mal ins Staunen versetzte. Am Ende war uns eines klar: Auf einem Eishockey-Feld geht es nicht zimperlich zu!

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Ein weiteres Highlight, zumindest für die Mädels unter uns, war sicherlich das Maskottchen der WM „Urmel aus dem Eis“, was hier nicht unerwähnt bleiben soll. So befanden sich auf der ein oder anderen Kamera am Ende des Tages dann mehr Bilder von Urmel, als von den Eishockey Spielern.
Am Ende des Spiels, das dann 10:0 für die USA entschieden wurde, durften wir uns sogar auf der Skoda Fanwand mit unseren Unterschriften verewigen.


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Fazit: Es war ein absolut gelunger Nachmittag (na ja, für Kasachstan nicht unbedingt ;-)) und nochmals vielen Dank an Škoda für das tolle Spiel, die Trikots und die super Verpflegung in der VIP Lounge. Jetzt drücken wir unserer Eishockey WM-Mannschaft noch ein bisschen fester die Daumen!

 

Social Media Revolution II

Dass Social Media in aller Munde ist und wirklich bedeutende User- und Zugriffszahlen aufweist, ist natürlich keine Neuigkeit. Hier wurde aber ein Video erstellt, was diese Daten in schönster Form darstellt - anschauen lohnt sich!

Das Video wurde in Version I vor ca. 9 Monaten erstellt. Ganz frisch gibt es hierzu jetzt ein Update.

Social Media Revolution 2 (Refresh) from Erik Qualman on Vimeo.

Shop of the week #4: myfab.com

Jeder, der schon einmal umgezogen ist oder kurz vor einem Umzug steht, wird folgendes Dilemma kennen:

Mit der neuen Wohnung soll alles anders werden - jetzt wird endlich abgerechnet mit dem Studenten-Style und es ist Zeit, unseren langjährigen, treuen, jedoch etwas in die Jahre gekommenen, Begleitern „Billy”, „Klippan” & Co. Adieu zu sagen und in die ewigen Jagdgründe zu verabschieden. Mit den neuen Räumen soll ein frischer Wind einziehen und wir möchten nicht länger vom „Ektorp” sprechen, wenn wir unser Sofa meinen oder unsere Bücher in ein „Expedit”, anstatt in ein Regal stellen.

Also begeben wir uns auf die Suche nach einem neuen Einrichtungskonzept, wälzen „Schöner Wohnen”-Magazine, sehen uns sogar Tine Wittler im Fernsehen an und durchstreifen, auf der Suche nach mehr Individualität und dem gewissen „Etwas”, unzählige Möbelhäuser (von Baumärkten ganz zu schweigen), um dann, völlig desillusioniert ob der hohen Preise oder des einfallslosen Designs ……… doch wieder bei Ikea zu landen.
Hatten wir zuvor noch mit stolz geschwellter Brust die neue Wohnung zur Ikea-freien Zone erklärt, so fragen wir uns spätestens auf dem Parkplatz, wo wir das altbekannte „Tetris” mit den Möbelpaketen und dem Kofferraum unseres Golfs spielen, ob es denn wirklich keine anderen Alternativen gegeben hätte.

Doch, hätte es.

Auf Myfab findet man Möbel mit individuellem Design, die jedoch nicht teuer sind, sondern zu Fabrikpreisen angeboten werden. Das funktioniert folgendermaßen:

Das Konzept
Auf Myfab wird das Produktsortiment nicht von oben diktiert, sondern demokratisiert: Im Rahmen einer Online-Abstimmung entscheiden Kunden darüber, welche Möbelkollektionen zukünftig auf Myfab angeboten werden sollen. Möbelstücke aus diesen ausgewählten Kollektionen können dann im Rahmen einwöchiger Verkaufsaktionen bestellt werden. Diese Bestellungen werden direkt an den Hersteller weitergegeben, der mit der On-demand-Produktion beginnt. Auf diese Weise wird die konventionelle Wertschöpfungskette aufgebrochen, indem keine Umwege über Zwischenhändler erfolgen. So kann man auf der einen Seite eine Überproduktion verhindern, die dann zu Lagerkosten führt, aber auch die Aufpreise der Zwischenhändler umgehen. Aufgrund der Tatsache, dass der Verkauf der Möbel ausschließlich via Online Shop erfolgt, werden hohe Ladenmieten gespart. All diese Faktoren führen zu einer Kostenreduktion von bis zu 70%, wovon dann der Käufer durch deutlich reduzierte Preise profitieren kann. Einziger Nachteil: Da sich viele Produktionsstätten im Ausland befinden, betragen die Lieferzeiten zwischen 2 und 3 Monaten,  - Myfab ist also nichts für Ungeduldige.

Der Shop
Das Design des Shops ist gekennzeichnet durch eine sehr klare Struktur und Schlichtheit. Im Vordergrund stehen die Produkte. Verschiedene Kollektionen werden innerhalb eines rotierenden Teasers im oberen Drittel der Startseite dargestellt.

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Neben der Aufteilung der Möbelstücke in verschiedene Kategorien, besteht die Möglichkeit, direkt nach bestimmten Designern, Künstlern oder Kollektionen zu suchen.
Innerhalb der Produktkategorien kann nach Kriterien wie „Preis” und „Farbe” gefiltert werden. Auf der Produktübersichtsseite findet man zusätzlich ein kleines Countdown-Icon, das anzeigt, wie lange die Verkaufsaktion noch dauert. Weiterlesen von ‘Shop of the week #4: myfab.com’

Was macht eigentlich ein…… Account Manager?

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…ein Interview mit Thomas Wienpahl.

Thomas, du bist Senior Account Manager bei netz98 – aber studiert hast du etwas völlig anderes. Wie kam es dazu?
Während der Schulzeit gab es für mich immer zwei Interessensgebiete: Biologie/Medizin und Marketing/Werbung. Studiert habe ich dann Biologie und parallel als Kinderkrankenpfleger gearbeitet.

Und wie kam es dann zu dem Wechsel deines Fachgebiets?
Da es für Biologen fast keine Möglichkeiten gab außer dem Beruf des Pharmareferenten, bin ich direkt in den Bereich Marketing/Sales in einem IT-Unternehmen für Netzwerktechnik gewechselt. Dort habe ich dann alles von der Pike auf gelernt und schon sehr früh Berührung mit den digitalen Medien gehabt.

Wie bist du schließlich Account Manager geworden?
In diesen Jahren gab es im Bereich Multimedia noch nicht so differenzierte Berufe, so dass man meist alles in einem gewesen ist: Konzeptioner, Projektmanager und Account Manager. Hier kristallisierte sich dann heraus, dass es mir am meisten Spaß macht, Kunden weiterzuentwickeln, sie zu beraten und in ihren Zielen zu unterstützen. Der Beruf ist sehr facettenreich, gerade in unserer Branche.

Und wie bist du dann hier gelandet?
Zu netz98 bin ich schließlich auf Empfehlung gekommen. Ein ehemaliger Kollege weckte meine Erinnerung an netz98. Ich hab mich dann über die Agentur weiter informiert… na, und nun führe ich mit dir dieses Interview ;)

Wie sieht deine tägliche Arbeit als Account Manager hier aus?
Ich glaube, was in den Lehrbüchern steht, hilft einem nicht immer weiter: Ich muss sehr flexibel sein, mich immer wieder in die entsprechenden Branchen der Kunden einarbeiten, sehr viel recherchieren und mich weiterbilden. Ich habe hier sehr intensiven Kontakt zum Kunden, der mich auch immer wieder vor neue Herausforderungen stellt, da muss ich mich jeden Tag auf neue Begebenheiten einstellen.

Was magst du an deinem Job am meisten?
Es wird mir nie langweilig, da es selten Routine gibt. Und wenn ein Kunde überzeugt ist von einem Projekt und einen Rat annimmt, freut es mich natürlich besonders.

Und was sind die größten Herausforderungen?
Ich schreibe nicht gerne Angebote. *lach*

Was sollte jemand mitbringen, der Account Manager werden will?
In meinen Augen reichen wenige Dinge: Er sollte natürlich offen sein für alles Neue, über den Tellerrand hinausschauen, den Umgang mit Menschen mögen und sich auf Menschen einstellen können. Er braucht eine gewisse Begabung, zu überzeugen, zu präsentieren und zum Abschluss zu kommen. Natürlich sollte er auch ein Gefühl haben für Zahlen und unternehmerisch denken können.

Jungen angehenden Account Managern empfehle ich, einfach mal zuzuhören und einen Rat anzunehmen und dies während des gesamten Berufslebens beizubehalten.

Design über Nacht verstorben

Die Kunst des Designs stirbt, lautet die Headline des „Smashing Magazines“. Funkstille in meinem Kopf. Nur zur Sicherheit maximiere ich noch mal das Fenster mit meinem aktuellen Layout, bevor ich weiterlese. Sieht eigentlich noch ganz lebendig aus.

Der Artikel beginnt mit einer Hommage an Jim Lee. Der Autor erinnert sich, wie der Zeichenstil der Marvel-Comics ihn faszinierte – und die Imitation beinahe zur Obsession wurde. Unter dem ersten Absatz prangen Bilder von Superman und Batman. Ich muss an unseren Kühlschrank denken, den ich mit einer legendären JimLee-Szene aus Batman bemalt habe.

Früher habe man sich die Techniken durch mühsame Imitation selbst erarbeitet, während man heute ein Tutorial macht. In beiden Fällen führe die richtige Technik aber nicht unbedingt zum Ziel, da die logische Komponente fehle. Stimmt! Ein guter Designer weiß nicht nur wie er eine Idee visualisiert, sondern auch, warum er das tut.

Der Artikel wird schnell zu einem Indizienprozess, der durch das „Designers Menu“ visualisiert wird. Eine karge Aluschale, gefüllt mit handwerklich soliden aber unkreativen Speisen. Erinnert ein bisschen an unser Agenturmittagessen. Es war vielleicht auch bei einem Mittagessen – vor den kargen Aluschalen, die symbolisch für den Niedergang der Designkultur herhalten sollen – als unser Creative Director sagte: „Ein schönes Layout reicht nicht aus. Man muss es auch argumentieren können“. Obwohl wir also aus einem schlechten Omen speisen, wissen wir bei netz98 ganz genau, worauf es ankommt.

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Das „Smashing Magazine“ hat nicht Unrecht. Es ist immer häufiger zu beobachten, dass opulente Effekte die zündende Idee ersetzen. Ein faszinierender Effekt im Hochglanz-Design ist dank detaillierter Tutorials auch mit einem soliden Basiswissen zu meistern. Doch auch die schönste Visualisierung braucht eine Idee, die ihr Leben einhaucht. Eine faszinierende Idee konsequent zu entwickeln und in ein stimmiges Gesamtkonzept zu integrieren,  kann nicht per Video-Guide gelernt werden. Hier sind neben Talent und Fingerspitzengefühl vor Allem die Erfahrung und viel Fachwissen gefragt. Ein Tutorial kann immer nur einen Punkt vom Kontext isolieren und aufschlüsseln. Nur wer sich konsequent und kontinuierlich mit Design beschäftigt, sowohl handwerklich als auch theoretisch, kann nach und nach die komplexen Zusammenhänge verstehen.

Wedgewood kommt mir in den Sinn. Jedoch nicht, weil ich an des „Designers Menu“ denke und beim Mittagessen zukünftig die verpönten Aluschalen gegen Porzellan aus traditioneller Herstellung eintauschen will.

Nein, wegen der Arts&Crafts Bewegung und dem Bauhaus-Manifest. Erinnern wir uns an Walter Gropius, der das Design (Industrie- und Produktdesign) von der Kunst emanzipierte und anfänglich auf wenig Gegenliebe stieß. Für viele Kunstschaffenden in traditionellen Manufakturen war es unvorstellbar, industriell gefertigten Waren einen ähnlichen Stellenwert einzuräumen. Die von Michael Thonet mit Wasserdampf gebogenen Holzstühle waren aus Sicht von Arts&Crafts nicht kunstvoll sondern lieblos. In der Tat waren die berühmten Wasserdampf-Stühle nicht mit den aufwändig verzierten Meister- aber eben auch teuren Einzelstücken der Schreiner zu vergleichen.

Kunst, respektive Design, war plötzlich nicht mehr exklusive Luxusware sondern für Jedermann zugänglich. Just an dieser Stelle schließt sich der Kreis. Durch die Bereitstellung mannigfaltiger Tutorials und Templates kann jeder User über einen netten Twitter-Background, ein witziges Avatar-Bild oder sogar ein ansprechendes HP-Template verfügen.

Kein Grund, sich in der Designerehre gekränkt zu fühlen. Die Tutorial- und Freebie-Flut steht in keiner Konkurrenz zum Berufsdesigner. Im Gegenteil! Das Bedürfnis nach Design steigt und ist inzwischen für jeden User zugänglich – umso mehr steigt die Notwendigkeit für Unternehmen und Einzelpersonen, sich mit professionellen Design-Lösungen abzuheben. Lasst uns also gute Freunde sein und uns nicht gegenseitig die Daseins-Berechtigung absprechen, wie einst Arts&Craft und Bauhaus.
Was den ambitionierten Berufs-Designer betrifft, gebe ich dem „Smashing Magazine“ dennoch Recht. Nicht immer ist ein Tutorial der cleverste Weg zum Ziel, da man viele wertvolle Erkenntnisse und Entwicklungsprozesse ausschließt. Ich kann den Stil von Jim Lee bis heute nicht perfekt imitieren, um noch einmal auf das Beispiel meines Kühlschranks zurückzukommen.  Bei meinen zahlreichen Versuchen habe ich allerdings meinen eigenen Stil gefunden. Ist doch auch was, oder?

Ich atme auf. Wenn ich später mein Mittagessen aus einer schnöden Aluschale picke, Jim Lee noch immer nicht perfekt imitieren kann und mir gerade der Kopf von der Arbeit an einem spannenden Layout raucht, weiß ich, dass das Design nicht stirbt. Aber vielleicht verändert es sich.

Apple vs. Adobe

Gestern fand das große Online-Launch-Event für die neue Adobe Creative Suite 5 statt. Nicht nur für mich als Flash-Developerin war ein ganz bestimmtes neues Tool besonders vielversprechend: der iPhone-Packager für ActionScript 3 Projekte. Da man bis dato keine Web-Flash-Inhalte auf dem iPhone anzeigen lassen kann, verhieß der iPhone-Packager eine neue Chance: bestehende Flash Anwendung nehmen, konvertieren und im App Store nun endlich auch auf dem iPhone einer wichtigen Zielgruppe zugänglich machen.

Das wäre wirklich super gewesen. Hätte Apple dem Ganzen nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn mit einer Vorabversion des neuen iPhone OS 4 hat Apple auch gleich die Lizenzbedingungen für Entwickler mit bearbeitet: Das neue Betriebssystem lässt jetzt nur noch Apps zu, die in den von Apple genehmigten Programmiersprachen erstellt wurden. ActionScript gehört nicht dazu.

PFLATSCH. Ja, das klingt in der Tat nach einem Schlag in das Gesicht eines Entwicklers. Und zwar nicht nur in das eines Flash-Entwicklers; betroffen sind auch Entwickler, die iPhone-Apps mit Hilfe von speziellen Tools in Javascript oder C# programmieren.

Und trotzdem fragt man sich besonders als Flash-Developer:

Hat Flash dann im Web überhaupt noch eine Zukunft?

Zusammen mit Html5, das als Standard angeblich bald das können soll, was Flash kann, wird die Diskussion um den Einsatz und die Notwendigkeit der Adobe Software wieder angeheizt. Besonders hervorheben möchte ich hier einen Artikel des Smashing Magazine; nicht wegen des Artikels selbst, sondern wegen der unzähligen Kommentare. Denn obwohl ich mich nach Lesen des Artikels schon mit Gitarre irgendwo in der Fußgängerzone mein Geld verdienen sah, bin ich nach den unzähligen Kommentaren dazu der festen Überzeugung: Es wird auch weiterhin die Notwendigkeit für Flash-RIAs geben, denn zumindest in naher Zukunft kann Html5 den unzähligen Möglichkeiten in der Flash-/Flex-Entwicklung nicht das Wasser reichen.

Zudem glaube ich, dass in der Apple-Adobe-Affäre das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde. Denn Flash-Skeptik hin oder her: Fakt ist, dass Apple einen aus meiner Sicht nicht vertretbaren Eingriff in die Konsumfreiheit von Informationen aus dem Web vornimmt. Ich entscheide doch, was ich mir ansehen will, nicht Apple. Für mich hat da ein Konzern einfach zu viel Kontrolle über die Webinhalte, die ich konsumieren „darf“. Und wie kam da bei einer internen Diskussion über das Thema treffend heraus:

„Immer wird über das Microsoft-Imperium gemeckert. Wenn man aber die Möglichkeit hat, auch ein bisschen Monopolismus zu betreiben, ist man sofort dabei.“

Was macht eigentlich ein Junior Art Director …

… fragte der Blog-Eintrag, den ich just am Abend vor meinem GOLIVE las. Dem GOLIVE als Junior Art Director bei netz98. Zugegeben, dort wo die Welt nicht in RGB dargestellt und durch STRG+Z wieder in Ordnung gebracht werden kann, spricht man vielleicht eher von einem Jobstart. Trotzdem ist der Vergleich durchaus adäquat. Oft zeigt sich erst beim GOLIVE ob ein Layout allen Anforderungen entsprechen kann – warum sollte es bei einem Junior Art Director anders sein?

Doch keine Sorge. Wo Profis am Werk sind, werden meist die richtigen Entscheidungen getroffen.

Inzwischen bin ich seit über einem Monat „live“ und es gab weder einen aufgebrachten Projektleiter-Mob, noch einen Entwicklerstreik. Im Gegenteil, es macht richtig Spaß! Ein nettes Team, mit mächtig was auf dem Kasten, spannende Projekte und schickes Equipment. Was braucht ein Designer mehr, um sich so richtig wohl zu fühlen?  Nichts!

Doch das  interessiert Euch gar nicht und ihr wollt  einfach nur endlich wissen, was ein Junior Art Director macht? Na, ganz genau das! Ein Junior Art Director kann nicht nur schicke Layouts entwerfen, sondern auch dafür sorgen, dass der User genau das findet, was er sucht oder erwartet. Während Design für den User immer emotional ist, muss der Designer analytisch und rational vorgehen. Der eigene Geschmack muss Zielgruppen-Definitionen weichen und der persönliche Stil dem Gesamtbild untergeordnet werden. Die Kunst liegt darin, den Kerngedanken eines Unternehmens einzufangen und zu visualisieren – zeitgemäß, ansprechend, schön, funktional und zielführend.

Ihr seht, das Bild vom chaotischen Künstlertypen muss endlich in Vergessenheit geraten – Struktur und Kreativität sind in Wahrheit gute Freunde, insbesondere beim Design. Und weil das Team von netz98 das genauso sieht, freue ich mich ganz besonders über meinen GOLIVE.

Als Junior Art Director bei netz98 mache ich also viele tolle Designs, die nicht nur schön aussehen, sondern auch funktional sind. Ich berate Kunden und übernehme nach und nach Führungsverantwortung im Design-Team. Das Beste daran ist aber, dass ich jederzeit bei unserem Creative Director vorbei schauen und ihn um Rat bitten kann. Das schätze ich wirklich sehr, weil es mich immer einen Schritt weiter bringt.

Nun wisst ihr, was ein Junior Art Director macht. Und DIESER Junior Art Director fühlt sich pudelwohl.

Eure Verena

Shop of the week #3: fahrrad.de

So langsam ist er auch in Deutschland angekommen und hat die Eiseskälte, die uns schon seit Monaten quält, vertrieben: Der Frühling.
Gemeinsam mit den ersten Knospen und Blüten kommen auch die Fahrradfahrer wieder zum Vorschein und es ist Zeit für einen Check-up oder gar für ein komplett neues Bike. Im Online Shop www.fahrrad.de finden Fahrrad-Begeisterte alles, was das Herz begehrt.
Was sofort ins Auge sticht sind die großen und emotionalen Bilder des Webshops sowie das Seitenverhältnis 16:9, was für eine gute Übersichtlichkeit sorgt. Die Navigation ist plakativ und ermöglicht eine intuitive Bedienung. Ein schönes Feature, welches ich als besonders positiv empfunden habe, ist das Live-Chat-Fenster. Kurz nachdem man den Shop besucht, wird dem User mithilfe dieses Chat Fensters Hilfe angeboten - dies ist insbesondere für Kunden, die sich den Shop zum ersten Mal ansehen, ein schönes Angebot und vermittelt das Gefühl, sich bei Problemen an einen Ansprechpartner wenden zu können.

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Verkaufsstrategien als Marketing-Maßnahme

Neue und außergewöhnliche Verkaufsstrategien wie Club-Shopping, Live Shopping oder Mass Customization findet man häufig in Form eines Startups. Damit sind diese Strategien für E-Commerce-Betreiber grundsätzlich weniger interessant, lassen sich aber auch in bestehende Shops integrieren. Einige Shops bedienen sich bereits dieser Maßnahmen.

Live Shopping
Beim Live Shopping wird jeden Tag ein Produkt besonders günstig angeboten, was durch die großen Abnahmemengen ermöglicht wird. Durch die zeitliche Begrenzung des Angebots muss der Kunde schnell entscheiden - Spontankäufe sind die Folge. Bekannte Live Shopping-Portale sind zum Beispiel guut.de, preisbock.de, urdeal.de oder sportlet.de. Inzwischen sind bereits einige Shops auf den Zug aufgesprungen und haben diese Verkaufsstrategie in ihren Shop integriert.

kolibrishop.de
Der Online-Shop für Fashion und Streetwear verkauft unter dem Titel „Early Bird“ jeden Tag ein Produkt zu einem Sonderpreis. Hierdurch wird der Nutzer dazu motiviert, häufig – bestenfalls täglich – den Online-Shop zu besuchen.

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